Eine eigene Homepage bzw. Präsentation im Internet ist für Privatleute und vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen heute eine Selbstverständlichkeit. Während des Internet Hypes Ende der neunziger Jahre wurden sogenannte Web-Visitenkarten oder Image Präsentationen millionenfach erstellt. Im professionellen Umfeld wurden meist Werbeagenturen oder neu gegründete Internetagenturen mit der Erstellung beauftragt (oder im worst-case selbst Hand angelegt).
Die allermeisten Präsentationen dümpeln aber im Netz herum, ohne für den Besitzer den geringsten Mehrwert zu bieten. Im folgenden beschreibe ich Massnahmen, wie man die eigene Internetpräsenz mit wenig Aufwand und kostengünstig attraktiv machen kann.
Folgende Erfolgsfaktoren gehören zu zwingend zu einer Präsentation im Internet (auch wenn alle erfüllt sind muss das trotzdem nicht heissen dass die Präsentation erfolgreich ist):
- ist das Angebot für Besucher interessant?
- ist das Angebot aktuell?
- wie kann das Angebot aktuell gehalten werden (selbst vs. Agentur etc.)
- wie wird das Angebot von Interessenten gefunden (Google & Co.)?
- ist das Angebot optisch ansprechend und benutzbar?
Den ersten Punkt wird sicher jeder für seine eigene Homepage positiv beantworten. Beim zweiten Punkt wird das Thema jedoch schon sehr schwierig, denn in den meisten Fällen wird eine professionelle Internetpräsenz von einer Internetagentur erstellt und ins Netz gestellt. Dies gewährleistet zwar in dem meisten Fällen ein professionelles Design. Wenn jedoch Inhalte regelmässig aktualisiert werden sollen, wird es in der Regel teuer, da dies entweder direkt über die Agentur geschehen oder - vor allem falls Inhalte selbst aktualisiert werden sollen - ein Redaktionssystem oder Content Management System (CMS) eingesetzt werden muss. Die Preisspanne solcher Systeme bewegt sich je nach Funktionalität, kommerzieller Ausrichtung und Support des Systems zwischen kostenlos (z.B. typo3) und mehreren tausend Euro.
Eine neue, wesentlich kostengünstigere und in Zukunft auch effektivere Möglichkeit zur Präsentation im Internet bietet Wiki und Weblog-Software.
Wikis sind vor allem durch die freie Enzyklopädie Wikipedia bekannt. Es handelt sich dabei um Software, die zunächst einen unstrukturierten Austausch von Informationen durch viele unterschiedliche Benutzer ermöglicht. Durch die automatische Verlinkung der Informationen untereinander und die Möglichkeit, dass jeder Benutzer Informationen auch aktualisieren kann, entsteht schnell ein Wissensnetz an Informationen. Wikis sind jedoch mittlerweile ebenso dazu geeignet, Websites aufzubauen. Sie unterstützen Vorlagen für die Umsetzung von Designvorgaben und bringen meist Zusatzfunktionen wie mächtige Suchfunktion, Sitemaps etc. mit. Hauptsächlich jedoch bieten sie die integrierte Möglichkeit, Inhalte neu zu erstellen und bestehende Inhalte bequem zu aktualisieren. Detaillierte Berechtigungskonzepte gewährleisten, dass nicht jeder Inhalte verändern kann, sondern nur ausgewählte Redakteure.
Weblog Software wird bisher meist zum Führen persönlicher Tagebücher verwendet. Fast alle Weblog-Software unterstützt ebenfalls Vorlagen, so dass eigene Designs leicht erstellt werden können. Die Inhalte werden wie bei Wikis meist per Web-Browser erstellt und aktualisiert, sie enthalten das Redaktionssystem bzw. CMS deshalb schon. Der größte Vorteil jedoch sind die neuen Konzepte im Web 2.0 Paradigma wie RSS-Feeds, Trackbacks sowie die Möglichkeit zur Interaktion mit Benutzern. Diese Funktionen sind in der Weblog-Software schon integriert. Mit Hilfe dieser Technologien können z.B. Inhalte zwischen verschiedenen Weblogs und Nachrichtenquellen ausgetauscht werden. Benutzer können mit Hilfe von RSS-Readern, die in der neuen Generation von Webbrowsern integriert ist (Firefox 1.5, Internet Explorer 7) Inhalte der Homepage abonnieren werden damit auf einfachste Art und Weise über neue Inhalte informiert, ohne dass sie aktiv die Homepage besuchen müssen. Durch die Vernetzung mit anderen Nachrichtenquellen können sehr schnell Besucher angezogen werden und durch die Vernetzung mit anderen Homepages wird die Bewertung und damit der Rang in den Suchmaschinen besser.
Die Kosten für ein solches Konzept setzen sich aus einmaligen Kosten für die Beschaffung der Software und der Erstellung des Konzepts sowie den laufenden Kosten für den Betrieb der Software und die Miete der Internetadresse bei einem Provider zusammen. Die laufenden Kosten halten sich in Grenzen, bei kluger Auswahl der Wiki- oder Weblog Software fallen pro Monat ca. 5 - 15 Euro für die Miete der Internet-Adresse und des Speicherplatzes bei einem Provider an. Die einmaligen Kosten bestehen aus der Konzeption des Designs und der Inhalte sowie der Umsetzung des Konzepts in Form von Vorlagen für die Wiki- oder Weblog Software. Dies sollte - sofern selbst kein Know-How vorhanden ist - von einem professionellen Dienstleister durchgeführt werden und kostet je nach Umfang ab ca. 1000 Euro. An dieser Stelle zeigt sich dann automatisch die Professionalität des Dienstleisters, denn es trennt sich die Spreu vom Weizen und "Homepagebastler" fallen automatisch heraus.
Nach der Fertigstellung der Homepage soll das Angebot natürlich von Kunden, Geschäftspartnern und Interessenten gefunden werden. Dazu ist die Anmeldung bei einschlägigen Suchmaschinen sinnvoll. Meiner Meinung nach reicht dazu aus, die Anmeldung auf Google, MSN und Yahoo! zu beschränken. Man sollte jedoch nicht erwarten, dass Besucher dann automatisch zur eigenen Homepage finden. Es gibt zwar Anbieter, die werben dass sie eine Homepage sehr hoch in Google Co. positionieren könnten, dies kann jedoch keiner dauerhaft ohne unverhältnismäßig viel Aufwand und Kosten garantieren. Vielmehr muss die technische Basis der eigenen Internetpräsenz stimmen, valider HTML-/XHTML-Quellcode, intelligente Schlagworte und Inhalte helfen dauerhaft mehr als künstliches Austricksen der Suchalgorithmen der Suchmaschinen. Die Vernetzungsmöglichkeiten von Weblogs via RSS-Feeds und Trackbacks bieten hier enormes Potential. Flankierend zu diesen Massnahmen kann eine gezielte Schaltung von Werbung durch Werbebanner oder Google AdWords sinnvoll sein. Abschließend gehört die eigene Internet- und E-Mailadresse an das Ende jeder eigenen E-Mail, auf Visitenkarten und den Briefkopf.
Neben der regelmäßigen Aktualisierung der Inhalte sollte auch die Bedienbarkeit der Homepage im Blickfeld bleiben. Werden wichtige Inhalte gefunden oder befinden sich diese versteckt auf Unterseiten? Ist die Menüstruktur logisch aufgebaut? Diese Aspekte lassen sich meist mit Statistikprogrammen analysieren, die die meisten Internetprovider im Rahmen des Hostings anbieten.
Ein attraktiver und erfolgreicher Internetauftritt muss keine hohen Kosten verursachen. Die einmaligen und monatlichen Kosten halten sich durch die Auswahl geeigneter Software im Rahmen. Die technische Basis sollte jedoch in jedem Fall sauber aufgesetzt und implementiert werden. Aufwand bereitet im Wesentlichen die regelmäßige Aktualisierung der Inhalte.
einfach bei www.homepage-baukasten.de ist umsonst und ganz gut
@marlon: Wenn Du mit sowas zufrieden bist, dann ist das ganz gut, aber wirklich proffesionell ist das nicht!