Wir verwenden als Fileserver einen Server unter Redhat Enterprise Linux. Der Speicherplatz unseres 1,2TB Arrays wird über Samba 3 frei gegeben. Ich verbinde also die Freigaben des Servers, nachdem ich nach einigem Suchen gefunden habe, dass dies nun nicht mehr im Windows Explorer unter Menü - Extras - Netzlaufwerk verbinden, sondern in der linken Ordnerliste per Rechtsklick mit der Maus auf den Ordner Netzwerk - Netzlaufwerk zuordnen erfolgt. Die Zuordnung erfolgt problemlos, ich kann die vorhandenen Ordner und Dateien sehen und auch bearbeiten, sofern ich die nötigen Rechte habe. Komischerweise kann ich keine Installationsprogramme ausführen, Windows meldet immer "Zugriff verweigert". Ich kopiere also diese Dateien auf meine lokale Festplatte und installiere von dort aus ohne Probleme. Ich reiche die Lösung für dieses Problem in den nächsten Tagen nach.
Im Laufe des Tages klappe ich das Display des Laptops zu und entriegle den Verschluss zur Dockingstation, um den Laptop mit in eine Besprechung zu nehmen. Das Gerät geht beim Zuklappen des Displays artig in den Ruhezustand. In der Besprechung öffne ich das Display und Windows startet zunächst wie gewohnt. Es erscheint ein Mauszeiger sowie die neue Sanduhr. Plötzlich wird der Bildschirm dunkel und die Festplatte arbeitet mehrere Minuten ohne dass der Anmeldebildschirm erscheint. Auch ein Hard-Reset bewegt Vista nicht dazu, bis zur Anmeldung zu booten. Der Bildschirm wird kurz vor dem Anmeldebildschirm bei jedem Mal dunkel. Ich kann den Laptop in der Besprechung nicht verwenden und suche danach nach der Ursache. Ich kann Vista zwar wieder beleben, indem ich im abgesicherten Modus boote, in die Anzeigeeigenschaften gehe und dort die Auflösung ändere. Nach erneutem Starten bootet Vista wieder wie gewohnt. Ich kann das Problem in den nächsten Stunden mehrere Male nachvollziehen. Zuerst vermute ich, dass der Grafikausgang falsch umgeschaltet wird, jedoch hilft das manuelle Zurückschalten per F10 nicht. Eventuell hat das Problem mit dem Trennen von der Dockingstation zu tun. Beim nächsten Versuch docke ich den Laptop also zunächst über Start Abdocken ab und trenne ihn erst danach physisch von der Dockingstation. Dies funktioniert nun einwandfrei. Unter Windows XP war dieser zusätzliche Schritt nicht notwendig.
Als Fazit der 1. Woche mit Vista ziehe ich deshalb folgendes:
- Vista selbst ist ein Fortschritt hinsichtlich Bedienung (Konsistenz, UAC, Desktop-Suche)
- Die verwendete Hardware (FSC E-810 ATI mit Windows Vista Capable Logo) funktioniert zwar generell, Hardwaretasten werden jedoch mangels Treiber nicht unterstützt. Es tritt ein nicht zumutbares Problem beim Aufwachen aus dem Standby auf.
- ATI Catalyst Treiber für X1400 funktionieren nicht
- Antivirus-Lösungen z.T. nicht kompatibel bzw. verfügbar
Als Early-Adopter muss man natürlich mit diesem Ergebnis rechnen. Ich vermute stark, Microsoft stellt Unternehmenskunden Vista jetzt schon zur Verfügung, da diese sowieso nicht sofort umsteigen und nur in Einzelinstallationen testen. Privatkunden erhalten Vista erst Ende Januar 2007. Bis dahin haben Softwareanbieter noch Zeit, ihre Produkte Vista-kompatibel zu machen. Dies ist auch eine Art und Weise, Termine von Produkteinführungen einzuhalten, nachdem der Vista-Start ja schon verschoben wurde.
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